Angstagebuch

Ich wünschte, ich könnte hier wieder über andere Dinge schreiben. Aber irgendwie ist der Wurm drin. Und das Aufschreiben hilft mir, beruhigt ein wenig,ordnet die Gedanken….

Nachdem der Mittlere letzten Donnerstag den Kotzer hatte und unsre Abfahrt sich dadurch nach Deutschland um einen Tag verschob, meint nun die Jüngste den Urlaub canceln zu lassen…. dabei stehen die Sachen fertig gepackt da. Ich war am Sonntag Nachmittag endlich wieder entspannt und angstfrei, freute mich wahnsinnig, dass es am Montag losgehen sollte. Die Tage davor schlief ich schlecht, und wenn dann mit wirren Träumen, die sich im Kreis treten, an Essen war kaum zu denken. Sämtliche Entspannungsübungen, Yoga, Meditation brachten nichts. Nun geht das Ganze von vorne los. Lohnt sich das Fahren noch? Soll es einfach nicht sein, dass wir fahren? Irgendwie schwirren seltsame Gedanken in meinem Kopf. Vielleicht hat das Ganze ja einen Sinn? Immerhin machte mir die lange Wegstrecke Bauchweh, der Verkehr, das aufgehobene Tempolimit (ich liebe es hier auf den Schweizer Autobahnen nur mit maximal 130 über fast LKW freien Asphalt zu rollen), die Hitze, Bilder von Unfällen, nicht in meiner vertrauten Umgebung zu sein, das Risiko Menschen wieder zu treffen, die mir nicht gut tun. Ich sitze nun wieder da auf meinen glühenden Kohlen, muss abwarten, mich in Geduld üben und entspannt bleiben. Ich versuch mein Bestes.

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One thought on “Angstagebuch

  1. derbaum says:

    ich gebe in solchen momenten nach (ja, ich kenne die auch) und sage meine geplanten sachen ab – schlagartig gehts mir wieder gut. die sprichwörtlichen steine sind runtergefallen.

    aber – letzten endes musst du mit dir klarkommen!

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