Brunibrugg über die Töss reloaded

Nach eigentlich schon genug Action und Bewegung (ich lief mit Hund und K3 bis ins Nachbardorf und wieder retour, inklusive Spielplatzbesuch und Pferde anschauen), juckte es mir dann doch gegen späten Nachmittag in meinen Radfahrerwaden. Und so ganz allein ohne die Kids, ohne Anhänger zu fahren, ist eben schon etwas anderes. Mit Leichtigkeit liessen sich die Pedalen treten, ich wurde aber bereits nach einem halben Kilometer in meiner Begeisterung gestoppt, da sich die Rotweisse in die Horizontale begab. Danach musste ich die derzeitige Baustelle im Dorf (wir bekommen einen Kreisel brummmm) umfahren, um dann endlich an der Töss wieder voll Gummi geben zu können. Nach Winterthur geht es merklich bergab und so rollte mein Velo von fast alleine an Sennhof und der Kyburg vorbei. Auf dem Weg keine Menschenseele nur ein Reh links im Wald und ein Fischreiher in der Töss rechterhand. An der Brunibrugg nahe Winti überquerte ich den Fluss, verschnaufte eine Weile in der warmen Abendsonne und trat den Heimweg wieder an. Beinahe wäre ich über zwei Wurzeln geflogen, besser ist es wohl auf schattigen Waldwegen die Sonnenbrille abzusetzen. Hin und zurück etwa 16km und irgendwann schaffe ich es, den richtigen Tracker zu aktivieren. Fitbit ist in Sachen Radtourtracking eine rechte Niete.

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Brunibrugg über die Töss

Eigentlich war Wandern zur Ruine Schauenberg bei Turbenthal angedacht (steht schon lange auf dem Plan), aber dazu wäre es dann wohl zu spät geworden. Also sattelten K2 und ich die Velos und fuhren durchs Dorf vor an die Töss und von da an entlang an unsrem Fluss über Sennhof Richtung Winterthur. Kurz nach Sennhof überquerten wir die Töss auf der Kyburgerbrücke. Diese Seite hatten wir noch nie per Rad erkundet. Während K2 und ich gemütlich den Waldweg entlangfuhren (es ging merklich leicht bergab), war der Rest der Familie per Auto nach Winterthur unterwegs. Treffpunkt war nach etwa 8 Kilometer Fahrt die Brunibrugg nahe des Reitplatzes. Da wir tatsächlich schneller waren, sammelten wir schon mal Holz für unser geplantes Feuer. K2 testete derweil die Wassertemperatur. Ich merkte leider schnell, dass ich zum Fotografieren der Brücke mal wieder das falsche Objektiv dabei hatte, also musste das Huawei herhalten. Anders als die Kyburgerbrücke lässt sich die Brunibrugg schon besser auf Bild festhalten 😉 Am besten aber ist es natürlich vom Wasser aus. Also wagte ich mich ins «tobende» Nass, um die 1839 erbaute und 42 Meter lange Brücke zu knipsen. Die Jungs hatten natürlich nur Augen fürs Wasser und kamen einzig schnell zum Schlangebrot essen ans Ufer.

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Velotour nach Winti

Ich werde langsam wieder fit und die Buben sind mittlerweile auch recht sattelfest. Nach unsren kürzlichen Ausflügen per Rad nach Wila und Sennhof folgten wir heut der Töss entlang nach Winterthur. Wunderbar weit weg von Asphalt und Abgasen, nur Wald, die Töss, zwei Mäuse, die über den Weg huschten, der Duft von Bärlauch. Die Kyburg sahen wir weit über uns thronen. Und ich die Kamera vergessen. Musste das Huawei herhalten.

In Winterthur Töss hat es nahe des Restaurant Rittplatz einen Pumptrack, den wir die Jungs bei einem vergangenen Ausflug schon mit ihrem Trottinette erkundeten. Doch für Trottis und auch Laufräder ist der Track nicht zu empfehlen, da diese zu flach sind und man auf den “Hügeln” hängen bleibt. Mit dem Rad ging es heut umso besser. Vor allem K2 war sehr mutig, dass ich immerzu ängstlich “BREMSEEEENNNNN!” rufen musste. Pflaster hatte ich notfallmässig eingepackt. K3 erkundete den kleinsten Track zu Fuss, immer mit einer Handvoll Gummibären im Mund… K1 wurde seiner Rolle als der Vorsichtigere wieder gerecht und kletterte lieber auf dem Spielplatz nebenan herum.

Nach unsrem Picknick ging es die knapp 9 Kilometer flussaufwärts zurück, man merkte die Steigung vor allem ab Sennhof. Also wurden die müden Beine nahe der Kyburgbrügge ins erfrischende Nass der Töss gehalten. Die für die Buben eingepackten Badehosen fanden auch ihre Verwendung.

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Gartensaison ist gestartet

Wir haben die Gartensaison eingeläutet. Kein Wunder, heut bei sommerlichen Temperaturen. K1 und K2 übten sich im Bogenschiessen und halfen bei der Bepflanzung und warten nun drauf, dass ihre Sonnenblumen wachsen. K3 war ebenso fast den ganzen Tag draussen und wuselte eifrig mit herum. So soll es bleiben. Bis Oktober bitte. Dann darf es wieder kühler, nass und grau werden.

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Samstags im Spital

Ich war am Donnerstag wirklich fest überzeugt, dass ich nun auch noch die diesjährige Grippe abfasse. So richtig. Wie vom LKW überfahren fühlte ich mich, also Erkältungsbad gemacht, ALC-C eingeschmissen in der Hoffnung auch diesmal die Kurve zu bekommen. Freitags war so gut wie alles weg, aber dann plötzlich ein blödes Ziehen unter der rechten Achsel. Am Samstag Morgen Schmerzen in der rechten Brust, Knubbel ertastet und sofort schiesst mir ein blöder Gedanke durch den Kopf, was es sein könnte. Ich stille K3 dennoch, jaule aber auf, weil es wirklich schmerzt, das Panadol hilft auch nicht. Nachdem ich die Not-Hotline der Krankenkasse und dann den ärztlichen Notdienst anrufe, steht fest: sofort ab zum Arzt. Der Schmerz fühlt sich an wie ein glühendes Eisen und strahl in alle Richtungen. Selbst das Atmen fällt schwer. Kaum etwas im Magen fährt mich der Mann am Nachmittag ins Spital – ich fluche jede rote Ampel an, weil ich kaum sitzen kann. Im Spital erfragen wir uns den Weg, laufen zum Lift und gehen am Haus-Coiffeur vorbei. Davor ein Aufsteller, der für Perücken wirbt. Schon wieder komische Gedanken im Kopf. Nein, so schlimm wird es nicht sein. Wir fahren hoch zur Station und sind gleich dran, Aufnahme der Daten, des Befindens, Blutabnahme. Ich muss liegen, obwohl ich dachte, durch die Kaiserschnittgeburt von K3 meine Angst vor Krankenhäusern und Nadeln abgelegt zu haben. Nun heisst es warten, wie es üblich ist im Spital. Die Ärztin kommt, untersucht mich nochmals und stellt fest, alles nicht so schlimm. Eine Brustentzündung, nicht klassisch aber kommt vor beim Stillen. Wieder Warten. Zwischendurch dürfen wir zu einer Stillberaterin, aber was kann sie mir als Dreifachmama mit Stillkindern schon noch erzählen? Ein kleiner Leerlauf, zurück ins Zimmer muss mich mein Mann schieben. Mir ist so trümelig, dass mir ein Rollstuhl geholt wird. Noch einmal warten, dann erscheint endlich die Ärztin mit den Blutwertergebnissen: leicht erhöhte Infektionswerte, kein Antibiotikum nötig aber Schmerzmittel schreibt sie mir auf. Ich bin froh, als die Wirkung der ersten Tablette endlich eintritt. Sachen, die man bzw. frau nicht haben muss.

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