Angstagebuch

Ich wünschte, ich könnte hier wieder über andere Dinge schreiben. Aber irgendwie ist der Wurm drin. Und das Aufschreiben hilft mir, beruhigt ein wenig,ordnet die Gedanken….

Nachdem der Mittlere letzten Donnerstag den Kotzer hatte und unsre Abfahrt sich dadurch nach Deutschland um einen Tag verschob, meint nun die Jüngste den Urlaub canceln zu lassen…. dabei stehen die Sachen fertig gepackt da. Ich war am Sonntag Nachmittag endlich wieder entspannt und angstfrei, freute mich wahnsinnig, dass es am Montag losgehen sollte. Die Tage davor schlief ich schlecht, und wenn dann mit wirren Träumen, die sich im Kreis treten, an Essen war kaum zu denken. Sämtliche Entspannungsübungen, Yoga, Meditation brachten nichts. Nun geht das Ganze von vorne los. Lohnt sich das Fahren noch? Soll es einfach nicht sein, dass wir fahren? Irgendwie schwirren seltsame Gedanken in meinem Kopf. Vielleicht hat das Ganze ja einen Sinn? Immerhin machte mir die lange Wegstrecke Bauchweh, der Verkehr, das aufgehobene Tempolimit (ich liebe es hier auf den Schweizer Autobahnen nur mit maximal 130 über fast LKW freien Asphalt zu rollen), die Hitze, Bilder von Unfällen, nicht in meiner vertrauten Umgebung zu sein, das Risiko Menschen wieder zu treffen, die mir nicht gut tun. Ich sitze nun wieder da auf meinen glühenden Kohlen, muss abwarten, mich in Geduld üben und entspannt bleiben. Ich versuch mein Bestes.

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Angsttagebuch

Sonnenstich, etwas nicht vertragen, nochmals Magendarmvirus? Mein Gedankenkarussell bekam eben wieder ordentlich Schwung, als der Mittlere über Bauchweh klagte. Keine halbe Stunde später musste er erbrechen. In mir brodelt es, der Puls rast. Die Angst sitzt mir als Kloss im Hals, im Magen, im Kopf. Ich mag das nicht mehr. Suche nach einem Ausschalter. Kann nicht klar denken. Oder klar handeln. Ich will weg. Aber wohin? Die Angst ist in mir. Ich werde sie nicht los. Ich versuche mich nicht gegen sie zu stellen, das würde alles nur noch schlimmer machen. Ich soll sie als Freund, nicht als Feind betrachten. Aber wie kann ich etwas annehmen, was ich am liebsten auf der Stelle los werden möchte? Angst ist menschlich. Angst ist normal. Sie schützt uns, beschützt uns. So steht es in ihrer Definition. Aber was ist schon Theorie gegen Praxis? Wovor will mich meine Kotzangst schützen? Warum habe ich diese Scheissangst überhaupt? Dürfte ich nicht eine andere Phobie wählen? Spinnen, Angst, von einer Ente beobachtet zu werden etc.

Die Ursache werde ich wohl nie vollständig ergründen. Es gibt einige Faktoren, die dazu beitragen. Es sind viele private Dinge, die ich durch Therapiestunden aufarbeite, verarbeite, um zu lernen damit zu leben. Aber Erinnerungen sind wie Angst, sie lassen sich nicht so einfach abstellen.

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über meine Angststörung

Ich habe überlegt, ob ich hier über meine Angststörung schreiben soll. Die meisten, die mich privat kennen, wissen davon und ich schrieb hier auch bereits darüber. Heute etwas ausführlicher…

Irgendwann vor drei Jahren war es für mich an der Zeit, darüber zu reden. Auch wenn mir der Schritt damals schwer fiel. Mein damaliger Arbeitgeber war mit einer der ersten, dem ich berichtete. Ich fehlte ab und an, weil mich die Panik nachts nicht schlafen liess. Oder musste eher heim, weil mich die Angst am Arbeitsplatz überfiel und arbeiten nicht möglich war. Und ich konnte und wollte auch nicht immer kranke Kinder vorschieben. Freunde, Kollegen, die Familie wurden auch eingeweiht. Mit jedem Mal, wo ich über meine Angst erzählte, wurde sie kleiner und ich ein Stück stärker. Aber verschwunden ist sie nicht. Ich kann sie meistens gut kontrollieren. Das denke ich bis eine Ausnahmesituation eintritt wie derzeit. Alle drei Kids machen den Kotzkäfer durch.

Und ich weiss Kotze ist eklig, Kotzen auch. Das hat niemand gern und das weiss auch jeder. Aber für uns Emetophobiker ist diese Aussage so schwer zu verstehen. Erst wenn jemand es so direkt es anspricht, es uns ins Gesicht sagt, erkennt man: Ja, das stimmt wohl. Erbrechen ist eklig, niemand erbricht gern. Das Gefühl von Ekel beim Anblick von Erbrochenem, es ist normal. Das sagte mir einmal meine Psychotherapeutin. Ein Satz wie «Wenn es regnet, wird man halt nass.» Voller Logik, aber erst mir gegenüber ausgesprochen relativiert es meine Angst. Es ist völlig normal mit Ablehnung, mit Schauern zu reagieren. Weil jeder so reagieren würde. Nur die Spirale, die danach beginnt, ist es nicht. Man nennt sie Angstkreislauf. Ich nenne es Gedankenkarussell. Manchmal braucht es nur wenig, damit es sich dreht. Manchmal kann ich es stoppen. Manchmal verliere ich mich in seinem Strudel. Falle in Panik. Fühle mich dann wie jemand, der rechts ein Engelchen und links ein Teufelchen auf den Schultern sitzen hat. Der Engel beruhigt mich mit lieben Worten. Nichts wird passieren. Alles gut. Aber gleichzeitig hebt der Teufel spöttisch seinen Dreizack und ruft mir lachen zu: wirst schon sehen, es wird passieren!

Ich habe mir abgewöhnt, meine Kinder zu fragen, ob jemand in der Schule wegen Krankheit fehlte. Das gibt dem Gedankenkarussell nur unnötig Schwung. Ich kann und werde es nie kontrollieren können, ob oder wann sie sich anstecken. Wenn es passiert, passiert es eben. Zu wissen, dass sie sich dort oder da angesteckt haben könnten, ändert nichts an der Sache. Wenn sie dann aber einmal kränkeln, dann verfalle ich leider immer noch in Alarmbereitschaft und wache argwöhnisch über meine Kinder. Sie essen wenig oder nichts? Das kann nur eines bedeuten. So meint es mein Angstkopf. Jegliches Dagegensteuern in Form von «Warte es erst einmal ab» oder «Das kann tausend andere Gründe geben» ist zwecklos. Ich soll lernen, es einfach nur wahrzunehmen. Er hat wenig gegessen. Punkt. Kein Nachgedanke. Kein Nachsatz. Kein Gedankenkarussell. Punkt. Nur wie stellt man das an? Gedanken kommen nun mal unwillkürlich und schiessen quer durch den Kopf. Wie als würde das Teufelchen kleine Blitze abfeuern. Was mir bisher half, war umkehrt zu denken. Also positive Situationen, die es schon öfters gab, wo ich dachte, wir hätten die Magendarmkäfer schon im Haus, wo dann aber doch wieder nur die Angst über der Vernunft stand. Ich nehme mir diese Zustand als Vorbild: Schau da passierte auch nicht, also wird diesesmal auch wieder nichts von deinen Befürchtungen eintreten. Und ich verfluche die Verknüpfung an jene Situationen, wo es dennoch passierte. Nur weil ich einmal nachts erwachte und mich übergeben musste, heisst es nicht, dass sich das jedes Mal abspielen wird, wenn ich mitten in der Nacht die Augen aufschlage. Stunden sass ich da schon da. Tigerte wie ein ferngesteuertes Wesen durch die Wohnung. Suchte Halt in bestimmten Handlungen. Zwangshandlungen nennt es die Psychologie. Das Licht im Bad musste angeschaltet sein, der WC-Deckel geöffnet. Obwohl ich eigentlich nicht ins Klo brechen kann. Dann zur Sicherheit noch den Stöpsel vom Waschbecken rausgenommen, damit es im Fall schneller abläuft. In der Küche hatte derweil der Wasserkocher zu tun. Heisses Wasser für die Wärmflasche und einen Tee. Meist suchte ich nervös nach Kaugummi und meinem Duftwässerchen, dass mir eine Bekannte gegen nervöse Zustände gegeben hatte. Aura Soma. Hilft es nicht, schadet es auch nicht. Aber es gab mir Halt. Weil mir kalt und zugleich aber auch heiss war, öffnete ich das Fenster. Frische Luft tut doch auch bei Übelkeit gut, schoss es mir dann oft durch den Kopf. Also einen gaaaanz tiefen Atemzug nehmen. Dreimal ein- und wieder ausatmen. Fühlte sich meist gleich ein wenig besser an. Dann doch aber noch schnell in dicke Wollsocken gesprungen und eine Kuscheldecke umgehangen. So sass ich dann am Küchentisch. Vor mir der Laptop oder ein Notizbuch um mein Angstagebuch zu füllen. Die Aufzeichnungen waren fast immer identisch. Ein toller Tag bis zu einem kleinen Gedankenkarussellanstubser und schon folgte der Körper den von der Angst iniziierten Unwohlwehwehchen. Bauchgrummeln, Aufstossen, Zittern, Durchfall. Die volle Palette an angsttypischen Merkmalen. Obwohl ich sie kannte, und mich zu beruhigen versuchte, ein Stück Zweifel blieb jedesmal. Diesmal könnte es vermutlich ja doch anders sein. Ich schrieb, die Seiten füllten sich. Die Zeit verging, die Nacht hangelte zum Morgen über. Letztendlich kam ich meist an dem Punkt, wo mir die Übelkeit vor totaler Erschöpfung egal war. Im wahrsten Sinne scheissegal. Dann kotz ich halt ins Bett, schoss es mir durch den Kopf bevor ich die Augen schloss und mich der Müdigkeit ergeben gab.

Seit einigen Wochen überlege ich eine Selbsthilfegruppe auf die Beine zu stellen. Die Gespräche mit der Psychologin tun zwar gut, drehen sich aber meist eher über andere Sachen. Der Austausch in diversen Foren hilft manchmal, zieht mich teilweise aber runter, wenn ich lese, wie stark andere von der Angst betroffen sind. Freunde hören zwar zu, aber ich glaube, so richtig verstehen kann es nur jemand, der ebenso mit einer Angststörung leben muss. Das Blog hier ist geduldig und drum eine gute Möglichkeit für mich, meine Gedanken niederzuschreiben.

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Angsttagebuch 2

Und gleich nochmal Gedankenmüll wegen meiner Angststörung. Denn nach zwei Tagen Pausen geht es bei der Kleinen nun auch los. Bämm, so schnell wach bin ich selten. Ich wurde durch ihr Husten wach, den Mann hörte ich sagen “jetzt geht es bei ihr auch los” und trug sie fort ins Bad. Während er sie sauber machte, putzte ich die Spuren bis ins Bad weg. Die Schüssel trifft sie natürlich mit ihren zwei Jahren noch nicht. Sie schläft noch bei uns im Bett, zwischen uns. Manchmal auf einem. Horrorszenarien im Kopf. Ein Kind, dass sich über einem erbricht. Mich wieder dazu legen kann ich nicht. Denn meine Panik ist da. Aber so richtig. Mit dem zweitem Mal Erbrechen kommt die Angst noch mehr in Fahrt. Auf der einen Seite wünsche ich mir fast, dass ich es auch bekomme, damit die Ungewissheit weg ist auf der anderen Seite möchte ich am liebsten weg. Egal, wohin. Hauptsache raus. Aber ich kann den Mann und schon gar nicht mein krankes Kind allein lassen. Die Angst raubt mir jede Möglichkeit, rational zu denken und rational zu handeln. Wieder einmal sitze ich da, verfluche diese verdammte Emetophobie. Ich dachte, ich hätte sie im Griff. Ich will das nicht mehr.

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Angsttagebuch 1

Jetzt ist sie wieder da die Angst. Und mein Körper lässt mich das voll spüren. Mein Kopf fühlt sich heiss an, als würde ich Kopfweh bekommen. Im Hals hockt ein Knoten, der Bauch bläht sich, das Aufstossen nimmt zu. Grummeln und Gluckern und ich befürchte, es wird passieren.

Oder ist es einfach, wie es immer ist, wenn die Anspannung nachlässt und ich endlich durchschnaufen kann? Ansteckungsgefahr besteht zwar noch, besteht immer. Egal, wo, wie, wann. Man kann es nicht steuern. Aber wir hatten die Kotzkäfer zu Gast. Gestern Morgen musste der Mittlere aus der Schule abgeholt werden. Dort hatte er bereits einmal das Porzellan umarmt. Daheim ging es weiter. Dreimal. Ich war jedesmal dabei. Hielt den Eimer, streichelte den sich verkrampfenden Körper, spendete Trost. Es war eklig. Das ist es. Das findet sicher jeder. Für einen Emetophobiker wie mich war das eine grosse Herausforderung. Ich hielt die Situation aus, obschon mir Gedanken durch den Kopf schossen wie ich könne mich ja anstecken, wenn Tröpfchen beim Erbrechen daneben gehen, in die Luft gelangen, ich beim Eimer ausspülen nicht genau aufpasse und und und. So ein Emo-Hirn sieht da überall Möglichkeiten. Und der Verstand kämpft auf der anderen Seite dagegen: es wird nichts passieren, vertrau auf dein Immunsystem, du hast dich bisher nie angesteckt. Und wenn es passiert, passiert es eben. Du wirst es auch so durchstehen wie dein Kind.

Während beim Mittleren neben dem Erbrechen noch Durchfall dazu kam, kämpfte die Jüngste mit Verstopfung. Zwei Microlax wollten nicht wirken. Schlaf war undenkbar. Vielleicht wäre ich nicht in den Spital gefahren, wenn daheim nicht der Kotzer die Runde machte. Denn kurz vor unserer Abfahrt ging es auch beim Ältesten los. Für ihn kam es so überraschend, dass er dabei das halbe Badezimmer beschmutzte. Während der Mann das Putzen übernahm, fuhr ich in die Stadt. Für mich war es ganz ehrlich eine gute Gelegenheit zur Flucht, wenn auch nur für zwei Stunden. Nach einer langen Wartezeit und kurzen Untersuchung durften wir aus dem Spital wieder heim. Beim Warten war die Kleine eingeschlafen und im Schlaf hatte sich der Rest erledigt. Eigentlich wollte ich gar nicht zurück nach Hause in diese Virenhölle. Gedanken schossen durch den Kopf, wohin? Im Auto schlafen? Ein Hotel? Was wenn ich mich angesteckt habe und es losgeht, dann wär ich doch lieber daheim. Sollte ich im Spital von meiner Angst erzählen. Sie würden mich schief anschauen. Komische Gedanken. Aber dann doch die vernünftige Einsicht. Mit dem Kind nach Hause ins Bett. Der Mann hatte sich aufs Sofa ausquartiert, weil es ihm plötzlich auch schummrig war. Gott war ich froh, konnte ich die Schlafzimmertür hinter mir schliessen. Während die Kleine schnell einschlief, stöpselte ich mir Entspannungsmusik ins Ohr und konnte bald auch schlafen. Die Nacht war ruhig. Am Morgen getraute ich mich allerdings kaum raus. Wie war es wohl bei den anderen gelaufen? Aber die Blase drückte. Der Mann war eben erwacht. Nichts passiert. Puh, Aufatmen! Der Mittlere sass mit einem Lächeln im Bett, es gänge ihm schon besser, wenn auch die Beine sich schwer anfühlten. Aufatmen die Zweite. Ihm ist halt flau, nichts im Magen, der Körper geschwächt. Normal. Der Grosse lag noch im Bett, ihm ging es besser. Nur noch ein zweites Mal, als ich im Spital gewesen war, hätte er erbrechen müssen. Sonst ruhig. Aufatmen die Dritte!

Der Tag gestaltete sich ruhig. Ich hatte noch einen Kontrolltermin, lief eine grosse Runde mit dem Hund, um möglichst viel Kraft und Energie zu tanken, mein Gedanken fliessen zu lassen und die Sonne zu geniessen. Es geht immer wieder weiter. Immer. Und alles ist aushaltbar.

Und Schreiben hilft mir. Während ich diese Zeilen schrieb, beruhigte sich mein Körper. Oder besser gesagt, die physischen Auswirkungen meiner Angststörung lassen nach.

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Angsttagebuch

Irgendwie muss ich schreiben, weil schreiben ablenkt. Ablenkung hilft in Angstsituationen. Und in einer solchen bin ich momentan. Seit Montag schwanke ich zwischen kurz vor Panik und einer ist-mir-egal-Einstellung. Der Kotzer geht im Dorf, an der Schule rum. Geht er ja immer irgendwo, ich weiss. Und anstecken kann man sich überall, das weiss ich auch. Aber mein Hirni schaltet derartige Vernunftsätze in Angstmomenten komplett aus. Dafür wirft es Gedankenfürze heraus, die fern von jeder Vernunft sind. So funktionieren eben Angstzustände, dann ist nichts mit normal denken, normal handeln. Gut, meine komischen Zwangshandlungen, die ich in meinen schlimmsten Panikzeiten durchführte, habe ich mir schnell wieder abgewöhnt. Aber das Gedankenkarussell im Kopf lässt sich dagegen nicht so leicht abstellen.

Der Mittlere klagte über Bauchweh, gestern schon über Kopfschmerzen, er ass die Tage schlecht. Das kann viele Ursachen haben, Wachstumsschub, die Hitze, Stress in der Schule, der Unfall vom grossen Bruder, oder einfach, weil es eben so ist wie es ist. Ist so. Ein Mantra übrigens, dass ich mit meiner Psychologin festlegte. Wir Emetophobiker brauchen aber immer eine Erklärung, warum jemandem schlecht ist. Und am besten ist eine Antwort, die uns 200% versichert, es wird keiner kotzen müssen und wenn doch, dass keinerlei Ansteckungsgefahr besteht. Muss eines meiner Kinder erbrechen ist das doof und eklig, das finden ja alle Eltern. Und mittlerweile kann ich dabei sein, den Eimer halten, den Rücken streicheln, wenn sich die kleinen fast zerbrechlich wirkenden Körper winden, um den letzten Rest Mageninhalt nach aussen zu befördern. Ich putze es auch weg. Nutze aber nicht wie andere Emetophobiepatienten Desinfektionsmittel um das ganze Haus von oben bis unten klinisch rein zu machen. Sowas gibt es in unserem Haushalt nicht, weil ich damit erst gar nicht anfangen wollte. Bisher steckte sich auch selten jemand an. Meist traf es den anderen Bruder oder meinen Mann. Mich nicht. Das weiss ich. Auch mein Hirni. Aber dann schiesst es mir den Gedanken «Warum sollte ich diesmal verschont bleiben?» durch den Kopf. Und noch ist ja nichts passiert. Der Mittlere schläft so tief und fest, dass er nicht einmal das heftige Gewitter, das eben bei uns durchfegt, mitbekommt. Und Morgen früh sitzt er mit gesundem Appetit am Tisch und alle Angst war umsonst. Aber daran fest zu glauben bringe ich irgendwie nicht in meinen Kopf.

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