Abendrunde mit dem Hunde

Da tagsüber derzeit eine Affenhitze herrscht, findet die grosse Hunderunde abends statt. Dann ist auch weniger los, wenn man gerade wie heute an die Töss loszieht. Nur Berge an Müll, den Mensch leider zurücklässt, erinnert an das bunte Treiben tagsüber. Der Hund und ich liefen eine recht grosse Runde bei Sennhof, vorbei am alten Kanalsystem – ein Teil des Tösstaler Laufwasserkraftwerksystems – und der ehemaligen Spinnerei.

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Hunderunde zum Himmerichweiher

Fast ein Jahrzehnt wohnen wir in der Gemeinde, aber es brauchte dann einen Krimi aus der Region, der mich auf den Himmerichweiher aufmerksam machte. Unzählige Male bin ich mit dem Velo schon vorbeigesaust bzw. mit dem Hund vorbeigelaufen.

Heute wurde aus der kurz angedachten Abendrunde (einmal Rikon und retour) eine längere. Ich nahm nicht den Rückweg über die Tössbrücke in Rikon, sondern lief ein Stück weiter in Richtung Rämismühle. Auf jenem steinigen Waldweg, wo kaum Velofahrer sind und man so den Hund ungestört frei laufen lassen kann. Der Weiher, ein ehemaliger Fabrikweiher, der einst zum hiesigen Kanalsystem gehörte, liegt eben schon etwas versteckt, wenn auch parallel zum Tösswanderweg. Man muss es halt nur wissen.

Hund und ich umrundeten den Wald, entdeckten lauter geschnitzte Figuren und lustige Baumstümpfe. Fazit: Nochmals hin!

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Brunibrugg über die Töss

Eigentlich war Wandern zur Ruine Schauenberg bei Turbenthal angedacht (steht schon lange auf dem Plan), aber dazu wäre es dann wohl zu spät geworden. Also sattelten K2 und ich die Velos und fuhren durchs Dorf vor an die Töss und von da an entlang an unsrem Fluss über Sennhof Richtung Winterthur. Kurz nach Sennhof überquerten wir die Töss auf der Kyburgerbrücke. Diese Seite hatten wir noch nie per Rad erkundet. Während K2 und ich gemütlich den Waldweg entlangfuhren (es ging merklich leicht bergab), war der Rest der Familie per Auto nach Winterthur unterwegs. Treffpunkt war nach etwa 8 Kilometer Fahrt die Brunibrugg nahe des Reitplatzes. Da wir tatsächlich schneller waren, sammelten wir schon mal Holz für unser geplantes Feuer. K2 testete derweil die Wassertemperatur. Ich merkte leider schnell, dass ich zum Fotografieren der Brücke mal wieder das falsche Objektiv dabei hatte, also musste das Huawei herhalten. Anders als die Kyburgerbrücke lässt sich die Brunibrugg schon besser auf Bild festhalten 😉 Am besten aber ist es natürlich vom Wasser aus. Also wagte ich mich ins «tobende» Nass, um die 1839 erbaute und 42 Meter lange Brücke zu knipsen. Die Jungs hatten natürlich nur Augen fürs Wasser und kamen einzig schnell zum Schlangebrot essen ans Ufer.

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Hunderunde an der Töss

Das Auto nahe der Kyburgerbrücke abgestellt und dann mit dem Hunde in Richtung Winterthur gelaufen. Links der Töss ist meist weniger auf den Wegen los als auf der anderen Seite. Die Brücke selber lässt sich irgendwie aus keinem Winkel gescheit fotografieren, entweder ist sie von Grün verdeckt oder man riskiert sein Leben dank motorisierter Organspender.

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Hunderunde in Rikon

Auf meinen Hunderunden führe ich meist die Kamera mit. Man weiss ja nie, vielleicht kommt einem das Motiv des Lebens vor die Linse 😉 Meist bleibt es aber bei unzähligen Aufnahmen von Fellnasen. So auch gestern als ich meine ehemalige Yogalehrerin und deren Hundis traf und wir ein Stück gemeinsam mit den Tieren unterwegs waren. Trotz Hitze flitzten die Vierbeiner wie vom Affen gebissen umher und konnten sich in einem Bach abkühlen.

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Auf den Frosch gekommen

Schon im vergangenen Jahr half ich bei der Froschsammlung mit. Ich hielt das ja bisher für leicht durchgeknallte Leute, die auf der Strasse herumspringen um Kröten und Frösche einzusammeln, damit sie nicht platt gefahren werden. Bis zu meinem ersten Einsatz. Ich war von der ersten Sekunden fasziniert von den kleinen glitschigen Hüpfern, die übrigens gar nicht so klitschig sind wie sie aussehen. Mit den Einsätzen lernte man viel dazu, nicht nur dass die Artenvielfalt wie so viele andere Tierbestände bedroht ist und der Lebensraum dank Mensch, Betonwüsten und Verlegen oder Trockenlegen von Gewässern immer kleiner wird, sondern auch über die Wesen an sich. Die Männchen sind zum Beispiel so gewieft, dass sie auf vorbeiziehende Weibchen warten um sich dann auf deren Rücken festzukrallen. So sitzen huckepackmässig mitunter drei Männchen auf einem Weibchen.

Ein paar Impressionen von gestern Abend/Nacht. Knapp 1000 Tiere konnten wir über die Strasse retten, etliche (Gras-)Frösche, Kröten und einige Molche, von denen gibt es dieses Jahr wieder mehr als im vergangenen.

Und die folgenden hüpften mir auf der Hunderunde über den Weg. Da musste selbst der Hund vorsichtig schauen, was das ist.

 

 

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