Sternenhimmel

Der Mittlere feierte heut Geburtstag. So gut wie es eben dank der Umstände ging. Keine grosse Party, kein Besuch von Göttis, keine Fete mit den Freunden, nur wir fünf. Aber wir machten das Beste daraus, und die Feier wird doppelt fett nachgeholt, sobald wir dürfen. Sein Geschenk durfte er dann aber dennoch ausprobieren. So ging es nach dem Nachtessen fix auf den Iberg hoch, um den Sternenhimmel zu beobachten. K2 suchte mit seinem neuen Teleskop die Sterne ab, während ich mich an Nachtfotografie versuchte, aber irgendwie nicht mit den Ergebnissen 100% zufrieden bin. Lag wohl an der eisigen Kälte 😉

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lock down

Dass die Welt wegen Corona derzeit sich etwas langsamer dreht, ist allgemein bekannt. Was für uns Grossen schon kaum zu verstehen ist, ist für Kids noch schwerer. Wie erklärt man kindgerecht, was Corona ist, was die Folgen und warum sie ihre Freunde derzeit nur digital sehen dürfen. Es ist ein schwerer Spagat. Man ist selber verunsichert und jeden Tag ändern sich Dinge. Der Grosse vermisste schon gestern seine Schulfreunde, der Mittlere ist traurig, weil sein bevorstehender Geburtstag nur in allerkleinstem Familienkreis – heisst wir fünf – gefeiert werden kann. Zum Glück sind die Geschenke bereits gekauft. Die Jüngste versteht es noch nicht, zum Glück, aber auch sie merkt, dass die Dinge derzeit anders laufen.

Wir nutzen die Zeit, um es uns daheim gemütlich zu machen. Der Garten will auf Vordermann gebracht werden, also gab es Home Schooling in Form von Schulgartenunterricht at home. Passenderweise haben wir dank der Migros Nature Hero Aktion bereits einige Samenpäckchen gesammelt und diese bereits in Erde verpflanzt. Mit dem Velo gings auf Erkundungstour zum Bauernhof, an der Töss wurden Steine gesammelt, die später bemalt werden wollen, die Osterdeko wartet darauf, installiert zu werden und dank der Anton App können wir die Zeit, bis uns die Lehrer ein Programm für daheim zusammengestellt haben, etwas verkürzen und so Schulstoff am Küchentisch nachholen. Noch finden die Kids diese Schultage daheim super, aber für uns als Eltern heisst es Strukturen schaffen, damit der Alltag nicht aus den Fugen gerät. Glücklicherweise bin ich daheim, und der Mann darf im Home Office schaffen.

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+ 50km

Man muss das Wetter eben nutzen. Also wurden die Velos auch am Wochenende wieder ausgefahren. Am Samstag unternahm ich eine Solofahrt mit meiner Rennmaschine Willi, zunächst ein Stück das Tösstal hoch und anschliessend bei Saland den Berg hinauf nach Hittnau. Nach jedem Berg, den man sich mal mehr mal weniger hochkämpft, folgt oft eine rasante Abfahrt. Aber so bleibt es abwechslungsreich und ich merke, ich komme langsam wieder in Form. Am Ende waren es 32 Kilometer. Ausreichend genug, denn am Tag drauf stand die Umrundung des Greifensees an. Zusammen mit dem Mittleren und seinem Schulkollegen/Nachbarjunge packten wir die Räder auf den Autoanhänger und starteten die Rundfahrt in Uessikon. Zwischendurch zogen bedrohliche Wolken auf, ein paar Regentropfen folgten, zum Schluss stürmischer Wind von der Seite. Aber die Buben hielten wacker durch und so schafften wir die knapp 19 Kilometer in nicht ganz 1,5 Stunden.

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72 Kilometer

Die Strasse hat mich wieder. Und mein Rad bzw. Räder. Nach wetterbedingtem Ausfall und einer hartnäckigen Bronchitis konnte ich mich gestern nun endlich wieder in den Sattel schwingen. Langsam angehen stand an, denn der Husten ist noch nicht ganz abgeklungen. So führte mich der Weg entlang der Töss hinauf bis Saland und von da – wesentlich schneller, weil bergabwärts – wieder nach Hause. Der Kopf hatte zwar eine grössere Runde im Blick, aber die Beine wollten dann doch noch nicht so und die Lunge sollte eben noch etwas geschont werden.

Heute ging es dann gleich sportlich weiter. Der Mittlere wollte mit und so nahmen wir die Umrundung vom Airport erneut in Angriff, allerdings in verkehrter Richtung als beim letzten Mal. Nach 2/3 geschaffter Strecke gab es eine Stärkung am Heli-Grill.

Aller guten Dinge sind drei und weil das Wetter so einladend war, wechselte ich nach einer kurzen Pause daheim vom Mountainbike aufs Rennvelo und fuhr einmal mehr meine Stammrunde um den Hausberg ab.

Der Kopf ist nun wieder gut durchgelüftet, der Akku geladen, der Hintern schmerzt jetzt schon ein wenig, aber der wird sich auch bald wieder ans radeln gewöhnt haben.

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über dem Nebelmeer

Wie üblich zur Jahreszeit sehen wir derzeit wenig vom Himmel oder gar von Frau Sonne: Hochnebel im Tösstal. Um etwas Vitamin D tanken zu können, muss man sich in die Höhe begeben. Und da bietet sich der Hausberg an. In Richtung Deutschland war alles wie unter Watte gelegt, der Säntis mit samt der Ostschweizer Berglandschaft war ebenso zu bewundern wie Rigi, Pilatus und die Spitzen vom Berner Oberland. Das späte Nachmittagslicht war dann noch das Tüpfelchen auf dem i 😉

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