Auszeit in Kopenhagen Teil 1

Schon lange lange lange geplant, nun stand meine Woche Auszeit zusammen mit meinem Bruder endlich an… Nachdem ich bereits 2007 die dänische Hauptstadt über ein Wochenende besuchte, war mir klar, hier muss ich nochmals her, aber dann mit mehr Zeit. Und auch mein Bruder wollte Kopenhagen ein zweites Mal erkunden, also stand unser Reiseziel schnell fest. Für mich hiess es zunächst den Zug nach Berlin nehmen. Hinzu klappte auch alles prima (die Rückfahrt war dann Chaos pur aber dazu später). Auf die SBB ist meistens Verlass, ich hatte viel Platz, der nette Zugbegleiter brachte sogar Kaffee und Snacks an den Platz, wir kamen pünktlich in München an. Dort war genügend Zeit um eine Brezen als Zmittag zu kaufen. Der anschliessende ICE brachte mich bis Berlin. Mit 6 Minuten Verspätung fuhren wir in die deutsche Hauptstadt ein. Normalzustand und für mich nicht weiter schlimm, war ich an meinem Endziel angekommen. Mein Bruder holte mich ab, bei ihm daheim stimmten wir uns dann auf Kopenhagen ein.

Ich dachte ich würde vor meinem allerersten Flug viiiiel nervöser sein – jawohl, ich bin bis heute noch niemals in einem Flieger gesessen, weil die Angst viel zu gross war, vor allem diese. Gross war allerdings die Enttäuschung über den neuen Berliner Flughafen. Für eine Grossstadt wirklich ein Trauerspiel…die Ausschilderung furchtbar, wir mussten uns durchfragen, weil wir plötzlich vor dem S-Bahnhof standen, die WCs waren entweder geschlossen, stark verschmutzt oder es fehlte an WC-Papier und über die Freundlichkeit am Sicherheitscheck schweige ich lieber… Dafür war’s im Duty Free Bereich ein bisschen wie im Schlaraffenland. Als ich dann im Flieger sass, war die Panik kurz da. Doch meine Entspannungsmethoden griffen und ich freute mich auf den Flug, der wirklich super war! Kooler knackiger Start, eine starke Linkskurve und dann war es für eine Weile recht langweilig, wenn man nicht wie ich einen Fensterplatz hatte. Ich bekam den Mund gar nicht mehr vor Staunen zu! Dank Rückenwind waren wir schneller als geplant in Kopenhagen und auch die Landung war nichts besonderes. Am Airport fanden wir uns schnell zurecht und kamen nach gefühltem 5km Marsch bei der Kofferausgabe an. Das Gepäck kam auch gerade, wir suchten die Metro auf und fuhren mit dieser direkt ins Stadtzentrum. Vom Hauptbahnhof waren es dann noch 10min Fussweg bis ins Hotel. Nach kurzem Aufenthalt tauchten wir dann in unsre erste Kopenhagener Nacht ein. Da unser Hotel sehr zentral liegt, ist der Weg ins Zentrum nicht weit. Nach wenigen Metern sind wir schon an der Glyptothek, dort biegen wir nach links und laufen entlang des Christian Andersen Boulevard in Richtung Rådhuspladsen (Rathausplatz) und steuern die Strøget an, die war ich bereist 2007 etliche Male abgelaufen, weil sie so verzweigt und wunderbar zu erkunden ist. Am Højbro Plads ist Zeit für ein (verspätetes) Znacht, es gibt ganz Stadttypisch Hotdog und ein feines dänisches Bier. Beides lassen wir uns am Kanal vis-a-vis vom Christiansborg Slot (Herberge der drei dänischen Staatsgewalten und weltweit das einzige Gebäude, das Exekutive, Legislative und Judikative unter einem Dach vereint) munden. Danach führt uns unsre Nachtrunde weiter vorbei an der Børsen, der ehemaligen Börse der Stadt, die heute als Bürogebäude genutzt wird. Über die Knippelsbro laufen wir in den Stadtteil Christianshavn, laufen links, rechts und haben schnell mal den Überblick verloren. Aber dank Googlemaps finden wir den Weg in Richtung Hotel zurück. Er führt uns über die kleine Langebro, der Lille Langebro, eine Brücke nur für Fussgänger und Radfahrer. Überhaupt ist die Stadt auf’s Radfahren ausgerichtet, das werden wir die Tage noch mehr erleben. Auf den letzten Metern zurück zum Hotel kommen wir an einem kleinen Laden vorbei, der wie es scheint feine Smørrebrød verkauft…gleich mal vorgemerkt. Wir laufen entlang der Hambrosgade, bleiben kurz vor dem grossen Gebäude grad gegenüber unserer Hotels stehen….hier wurden Szenen der Olsenbande gedreht, Filme, mit denen wir gross wurden, und Szenen aus der schwedisch-dänischen Krimiserie «Die Brücke», die wir beide gern geschaut haben. Filmgeschichte zum Anfassen sozusagen, aber da sollen wir in den kommenden Tagen noch mehr erkunden dürfen.

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