Hunderunde in Ghöch

Viel Trubel sowie Auf und Abs in den vergangen Tagen, Wochen… Da kam der freie Freitag heut für mich wie gerufen um mit dem Hundini neue Wege zu erkunden. Ich schaue ja immer, wo es einen TCS-Parkplatz hat, damit ich – gerade jetzt wo Schnee liegt – einfacher einen Parkplatz finde. So fuhren wir heute hoch nach Ghöch, mit Blick auf den Bachtel. Wir liefen eine kleine aber feine Runde durch den Schnee. Praline erprobte sich einmal mehr im Schneetauchen und hatte ihren Spass. Ich konnte Gedanken sortieren, die Aussicht geniessen und dabei die ein oder andere Sorge endlich ziehen lassen.

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Hüttchopf (1232m ü. M)

Auf den Hügel mit seiner markanten nackten Kuppe stiess ich bei meiner Wanderung aufs Schnebelhorn. So ging es an meinem heutigen freien Freitag mit dem Auto bis hoch zur Alp Scheidegg. Von da an lief ich zusammen mit dem Hund die kurze aber knackige Runde zum Hüttchopf. Es war leicht abenteuerlich mit Hund, denn Praline fand die ungewohnte Gegend total faszinierend. Wegem Wild, abschüssigen Wegen und Kuhfladenresten, die sie immerzu zum drin Wälzen einladen, hatte ich sie doch besser an der Schleppleine. Aber oben auf dem Gipfel durfte sie dann ein paar Runden herumrennen, während ich die Aussicht genoss! Hörnli, Schnebelhorn, Sänits, Churfirsten, die ganze Alpenkette war zu sehen. Einzig die Sicht Richtung Mitteland, Jura und Deutschland war durch den Nebel verdeckt.

Die Wanderung bei Komoot:

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Hulftegg

Die Hulftegg ist ein kleiner Pass, der den Kanton Zürich mit dem Kanton St.Gallen verbindet. Zweimal bin ich den Hügel schon per Rennvelo angegangen, heute aber eher passiv – heisst ich quälte den Schwedenpanzermotor die Kurven hinauf auf den Pass. Während er bei schönster Aussicht den Motor wieder abkühlen lassen konnte, schwang ich mir meinen Rucksack auf und lief erst ein Stück in Richtung Älpli inkl. Kaffeepause mit Blick auf den Bachtel und die Alpen, danach noch nach Schlattberg mit Ausblick auf’s Hörnli und zum Schluss den Witzeweg. Die Witze waren aber flacher als der Weg… Da ich die Garmin-Uhr reaktiviert habe, kann ich meine Touren auf Komoot tracken, so auch die heutige kurze Wanderung.

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Schnebelhorn (1292m ü. M.)

Hattrick in Sachen Gipfelerstürmung….Nach Bachtel und Hörnli ging es heute an meinem freien Tag an den höchsten Punkt im Kanton Zürich. Dabei ist das Schnebelhorn gar nicht so prominent wie die beiden anderen Berge. Was wohl daran liegt, dass es oben kein Restaurant gibt, alles in allem der Gipfel eher unspektakulär an sich ist, aber die Aussicht ist ebenfalls mega! Aber von vorn. Schon am frühen Morgen, als ich die Jüngste ein Stück in den Kindergarten begleitete, staunten wir über den farbenprächtigen Sonnenaufgang. Das gab mir – trotz Müdigkeit – Elan, den Plan, heut aufs Schnebelhorn zu wandern.

Natürlich war die tolle Sonnenaufgangsstimmung beim Erreichen des TCS-Parkplatzes oberhalb von Steg schon verschwunden; die Aussicht war dennoch immens! So lief ich also vom Bärenloch los, erst gemütlich entlang der Strasse via Strahlegg, bis es dann plötzlich ziemlich steil bergauf ging.

An der Alpwirtschaft Tierhag, die gegenwärtig umgebaut wird, folgte eine kleine Verschnaufspause auf ebenen Gelände, bevor der Schlussanstieg folgte. Hier war wirklich Trittsicherheit gefragt. Zwischendurch gab es noch eine “Diskussion” mit einem Geissbock, auf welcher Seite des Weges er nun an mir vorbeilaufen wollte. Aber wir konnten uns einigen….nach knapp 3.5km war das Ziel erreicht.

Kaffee wärmte den Körper von innen, die Aussicht lud den Seelenakku. Zurück lief ich einen anderen, etwas einfacheren Weg. Alles in allem 7.8km, gelaufen in 2:45h, 460m hinauf und wieder hinab. Komoot habe ich nachdem es mir bereits auf den ersten wenigen Metern 10% vom Handyakku gezogen hatte, dann doch lieber ausgestellt. Meine Huawei-Uhr kann leider nicht synchronisieren.

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Hörnli (1133 m ü. M.)

Der Hörnli ist neben dem Bachtel ein beliebter und viel besuchter Ausflugs-Berg im Zürcher Oberland. Und der Besuch stand ebenso schon lange auf dem Plan. Die Jungs erstiegen den Berg kürzlich auf der Herbstwanderung und schwärmten davon. Der Grosse hatte dann den Wunsch, den Hörnli gemeinsam mit mir noch einmal zu besuchen. So liess ich mich heute also von ihm leiten, immerhin kannte er den Weg. Mit dem Zug ging es bis nach Bauma. Dort liefen wir ein Stück entlang der Gleise und der Töss, die hier kaum Wasser führt. Aber der Schein trügt, denn das Wasser fliesst unter der Erde aber eben nicht sichtbar.

Start am Bahnhof Bauma
Noch geht es schön flach…
gleich verlassen wir den Tössuferweg
kein Wasser in der Töss

Nach etwa 1 Kilometer entspannten Laufen auf flachem Terrain geht es dann aber zackig bergauf. Auf wenigen Metern erklimmen wir die ersten Höhenmeter – am Ende werden es 850 Höhenmeter sein. Das weiss ich da noch nicht ganz und die Strecke, die ich vorher auf Google Maps mal grob angeschaut habe, hab ich schon wieder vergessen. Mein Grosser weiss aber einige Tricks und kann mich immer wieder motivieren. Auch später…denn das Alter geht auch an mir nicht spurlos vorbei und steiles Wandern kommt sonst in meinem Tagesplan selten vor. Immer wieder höre ich, es sei der letzte Anstieg und glaube meinem Sohn. Bis es erneut ein steiler Anstieg folgt. Ich hoffe auf einen Kaffee im Bergrestaurant, das motiviert mich dann auf den letzten Metern.

Erste Pause nach dem ersten steilen Anstieg..
fbt
und weiter geht es bergauf

Das sieht halb so steil aus, waren aber bestimmt 20% Steigung. Mindestens!
auch er musste mal verschnaufen
Aber diese Ausblicke entschädigen doch alles!
Das Ziel vor Augen…..aber es wird noch 30min Fussmarsch dauern…natürlich mit einem Anstieg und noch einem…..und dann nochmals Treppen!

Zwischendurch hatten wir ab und an freie Sicht und das gab natürlich Grund zum Anhalten und Festhalten auf dem Handy….der Grosse war auch ganz fleissig am Knipsen. Er ist seit kurzem stolzer iPhone-Besitzer.

jaaa es war steil, eng und windig!
aber der Ausblick war unbezahlbar!

Nach 2,5h Stunden waren wir dann endlich oben. 7,2 Kilometer lagen hinter uns – die Pulsuhr sah zwischendurch sogar rot, weil’s wirklich heavy war. Aber umkehren war nie eine Option. Weil oben gab es ja Kaffee. Der war leider nicht so schmackhaft, daher gönnte ich mir in der zweiten Runde eine heisse Schoggi wie der Sohnemann. Die Pommes, die uns der Wind beinahe vom Teller fegte, schmeckten auch, waren aber für die Portion mit CHF 9.00 bitzli überteuert. Auf dem Bachtel bekam man mehr, für nur CHF 7.60. Zum Glück hatte es aber dicke Militärdecken, so konnten wir warme einpackt unsren Imbiss und den Weitblick geniessen.

Das Schnebelhorn ist übrigens das nächste angedachten Ziel…..  höher gehts im Kanton Zürich nicht mehr.

Aber für uns hiess es wieder abwärts gehen nach Steg. Wir entschieden uns für den weiss-rot-weiss markierten Weg,  anspruchsvoller als der normale Wanderweg. Jedoch hatten wir nun so viele Anstiege meistervoll naja mit viel Schweiss erklommen, da wagten wir den schwierigeren Abstieg. Der erste Stück war schon happig, da war Obacht gefragt. Nachher fanden wir uns auf dem gelben Wanderweg wieder und liefen diese mit einen Fotostopps zwischendurch bis hinab nach Steg, wo uns die S26 wieder retour nach Kollbrunn bringen sollte.

die Churfirsten….irgendwann werde ich mir die Namen der Berge merken….
Säntis (steht auch noch auf der to visit list)
Blick rüber zum Bachtel und dahinter die Alpen <3
seht ihr den Zürisee oben rechts?
Steg

 

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Bachtel (1115m ü. M)

Den 1115m hohen Bachtel zu besuchen steht schon lange auf meiner to-do-liste. Heute war es endlich soweit, die Hinfahrt via Wetzikon und Hinwil war etwas nervig, um so schöner die Abfahrt über Wald und Steg. Wir parkierten am TCS-Parkplatz in Orn und gingen die etwa 2km Anstieg bis zur Kulm zu Fuss an. Schon unterwegs war die Aussicht staunenswert. Aber von ganz oben liegt einem praktisch die ganze Alpenkette vor den Füssen, davor Zürisee, Greifensee und Pfäffikersee. Der Kaffee im Restaurant auf der Kulm ist gut, die Pommes schmeckten hervorragend und wir werden den “Gipfel” sicher wieder einmal erklimmen.

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