Schlagwort: Rennvelo

Ehrlich gesagt, ich hatte ein wenig ein schlechtes Gewissen, als ich heut Mittag mit meinem Willy loszog und eine kleine Tour radelte. Aber es musste einfach sein, das Wetter optimal, die letzte Runde schon wieder eine Weile her…es wurde dann doch kürzer als angedacht. Zwar kaum Autos auf den Strassen, aber jede Menge Knattertöffs, andere Velos (warum fahren E-biker eigentlich immer nebeneinander?) und etliche Mit-Rennveloisten. Irgendwie machte das ständige Abbremsen, Klingeln, vorsichtiges Überholen, weil manche im letzten Moment dann doch nach links auswichen, keinen Spass. Und die Beine wollten auch nicht wirklich. Das strenge Yoga, was ich seit kurzem immer morgens mache, sorgt leider nicht nur für straffere Beine, sondern auch für müdere. Den Rest des Tages tat ich es den Kindern und dem Hunde gleich und verpflanzte mich auf meine Terrasse in den Garten. Am Abend wurde das erste Mal in 2020 grilliert. Bleibt wenn es geht daheim und vor allem bleibt gesund!

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Man muss das Wetter eben nutzen. Also wurden die Velos auch am Wochenende wieder ausgefahren. Am Samstag unternahm ich eine Solofahrt mit meiner Rennmaschine Willi, zunächst ein Stück das Tösstal hoch und anschliessend bei Saland den Berg hinauf nach Hittnau. Nach jedem Berg, den man sich mal mehr mal weniger hochkämpft, folgt oft eine rasante Abfahrt. Aber so bleibt es abwechslungsreich und ich merke, ich komme langsam wieder in Form. Am Ende waren es 32 Kilometer. Ausreichend genug, denn am Tag drauf stand die Umrundung des Greifensees an. Zusammen mit dem Mittleren und seinem Schulkollegen/Nachbarjunge packten wir die Räder auf den Autoanhänger und starteten die Rundfahrt in Uessikon. Zwischendurch zogen bedrohliche Wolken auf, ein paar Regentropfen folgten, zum Schluss stürmischer Wind von der Seite. Aber die Buben hielten wacker durch und so schafften wir die knapp 19 Kilometer in nicht ganz 1,5 Stunden.

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Die Strasse hat mich wieder. Und mein Rad bzw. Räder. Nach wetterbedingtem Ausfall und einer hartnäckigen Bronchitis konnte ich mich gestern nun endlich wieder in den Sattel schwingen. Langsam angehen stand an, denn der Husten ist noch nicht ganz abgeklungen. So führte mich der Weg entlang der Töss hinauf bis Saland und von da – wesentlich schneller, weil bergabwärts – wieder nach Hause. Der Kopf hatte zwar eine grössere Runde im Blick, aber die Beine wollten dann doch noch nicht so und die Lunge sollte eben noch etwas geschont werden.

Heute ging es dann gleich sportlich weiter. Der Mittlere wollte mit und so nahmen wir die Umrundung vom Airport erneut in Angriff, allerdings in verkehrter Richtung als beim letzten Mal. Nach 2/3 geschaffter Strecke gab es eine Stärkung am Heli-Grill.

Aller guten Dinge sind drei und weil das Wetter so einladend war, wechselte ich nach einer kurzen Pause daheim vom Mountainbike aufs Rennvelo und fuhr einmal mehr meine Stammrunde um den Hausberg ab.

Der Kopf ist nun wieder gut durchgelüftet, der Akku geladen, der Hintern schmerzt jetzt schon ein wenig, aber der wird sich auch bald wieder ans radeln gewöhnt haben.

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Gestern ergab sich nochmals die Möglichkeit, am Nachmittag eine Runde auf dem Rennrad zu drehen. Erst wollte ich bis Rapperswil an den See, aber irgendwie kam mir die Strecke zu öde vor, also bog ich in Steg kurzentschlossen und frohen Mutes wieder nach links zur Hulftegg ab. Ich nahm mir vor, langsam und gleichmässig zu fahren. Nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern die richtige Einteilung der Kräfte. Und der Kopf. Der meinte: anhalten, das packst du nicht, umkehren. Aber das sähe ja dann auf Strava bzw. Komoot doof aus, wenn ich am halben Berg wieder umdrehe. Gar keine Option. Gar keine! Ich versuchte mich auf ein gleichmässiges Kurbeln zu konzentrieren, die Gedanken schweiften dann auch irgendwann ab, ringsherum war ja tollste (Weit-)Sicht zum Bestaunen. Nur rissen mich die blöden Motorräder aus dem Tritt, weil sie so schnell von hinten anbrausten, dass ich jedesmal erschrak. Auf knapp 1.5km vor der Passhöhe musste ich dann doch pausieren, drei Minuten lang tief durchatmen. Ein anderer Gümmeler rief mir schon von weiter unten zu, ob alles ok sei. Man grüsst sich eben nicht nur gegenseitig, sondern sorgt sich auch. Ich bejahte und meinte, dass ich nur eine kurze Verschnaufpause brauchte, schwang mich aber, kaum war er vorbei, grad wieder in die Pedalen und schaffte den Rest an einem Stück.

Mitunter fragt man sich ja schon, warum tu ich mir das jetzt an und quäl mich den Berg hinauf? Weil ich es kann? Weil es Glückshormone durch den Körper schiessen lässt, wenn man die Passhöhe erreicht? Weil man nur an sich selber glauben muss und man merkt, dass man viel mehr schaffen kann, als man zu denken vermag? Weil’s einfach geil ist, oben zu stehen und sich zu sagen, hey ich bin hier aus eigener Muskelkraft hochgekommen? Und weil’s noch geiler ist, auf der anderen Seite in den Kurven hinunterzufräsen! Die Hulftegg-Runde ist schon jetzt mit einer meiner Lieblingstouren.

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  • Nach der anstrengenden Tour zur Hulftegg ging ich es die Woche ruhiger an. Ich versuche nicht mehr jeden Tag zu fahren, wenn aber dann längere Strecken. Am Dienstag trainierte ich daheim auf der Rolle, leider schmierte dann die Tacx-App beim Speichern ab. Gottlob kam der Gatte eher heim so konnte ich nochmals raus: Meine Runde führte mich um unsren Hausberg, den Schauenberg. Hätte ich vernünftiges Licht am Rad (ich hab nur eines, dass man mich wenigstens sieht) wäre ich noch etwas weiter gefahren, aber wegen einsetzender Dämmerung entschied ich mich dann doch für die kurze Runde. Auch weil es mich nach einem Zwischenstopp und wieder los fahren auf die Strasse legte (zu spät ausgeklickt) Autsch! Trotzdem ein paar neue Rekorde auf einer meiner Lieblingsstrecken. Die Beine bekommen halt merklich mehr Power und bergab bremse ich nun wesentlich weniger 😉 Die andere Runde ging mit grossem Voranlauf via Saland/Hittnau zum Pfäffikersee. Überhaupt ist das obere Tösstal einfach traumhaft in Sachen Radrouten, wenn auch bergig. Heute hätte ich mich beinahe noch auf den Weg bis nach Rapperswil gemacht, leider bremste mich das Wetter aus.
  • To ride list: Zürisee-Umrundung, Flughafen-Umrundund, Rapperswil, einmal um Winterthur. Mal sehen was ich davon 2019 noch schaffe.
  • Für die Statistik sei gesagt: Im August fuhr ich 483km, gefahrene Zeit 25h 19min, 5274 Höhenmeter. Meinem Jahresziel von 1000km komme ich damit immer näher. Pro Woche habe ich mir vorgenommen 60km zu fahren – outdoor wie indoor zählt. Dem Wetter entsprechend wird sich das Training nun wohl bald auf die Rolle konzentrieren.
  • Ich hab mir ein Sparsäuli eingerichtet für dieses Pferd.
  • Schuljahresbeginn heisst Elternabende, Sitzung mit dem Elternforum-Team. Da die amtierende Präsidentin aufhört und sich sonst niemand für das Amt meldete, werde ich es nach langem Überlegen übernehmen. Bin gespannt wie das läuft.
  • Mit der Jüngsten war ich im MuKi-Turnen und werde wohl nun wöchentlich mit ihr dahin gehen. Damit füllt sich unser Wochenprogramm um einen Punkt mehr.
  • Folgend noch ein paar Impressionen aus den letzten sieben Tagen:

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  • Ich muss mein Rennradtraining langsamer angehen, denn gegen Wochenmitte plagten mich dann doch arge Muskelschmerzen. Obendrein ein eingeklemmter Schulternerv, da half auch kein Yoga mehr. Aber es fällt mir schwer zu pausieren. Es reichen schon 30 Minuten Fahren aus um den Kopf wieder etwas leer zu bekommen.
  • Damit das auch daheim auf der Rolle mit Spass verbunden ist, habe ich mir Zwift angeschaut. Und es ist einfach huere geil! Zwift ist ein virtuelles Training mit richtig fetten Features. Durch Sensoren – in meinem Fall ein Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsender – agiert mein virtuelles Rad-Ich so schnell wie ich mit meinem Rennrad auf der Rolle fahre. Geht es am Bildschirm berghoch, verlangsamt sich mein Tempo am Bildschirm oder ich muss eben mehr strampeln damit ich nicht stehen bleibe. Noch bessere Rollentrainer als meiner können den Widerstand automatisch mit dem der Tour auf Zwift einstellen und so Anstiege noch optimaler simulieren. Aber auch so ist für abwechslungsreiches Training gesorgt. Man fährt zusammen mit allerhand anderen Fahrern – von überall her, sogar Profis sollen darunter sein. Nähert man sich einem Fahrer, dann erhält man beispielsweise Punkte fürs im Windschattenfahren – oder fürs Durchhalten, wenn man eine gewisse Distanz ohne Stopp durchhält. Bilder lassen sich unterwegs ebenso machen wie andere Mitfahrer anfeuern. Mit jedem gefahrenen Kilometer sammeln sich Punkte an, man steigt im Level auf, kann sich dann seinen virtuellen Fahrer zum Beispiel mit einem neuen Trikot einkleiden. Ich habe mir Zwift derzeit auf dem Mac installiert und trainiere folglich vor der Apple-Kiste. Das Ipad sowie unser Apple-TV sind leider zu alt, auf meinem Android-Phone ist die App etwas wacklig ausserdem ist mir der Screen zu klein.
  • Am Samstag konnte ich dann doch aber einmal mehr eine Runde draussen drehen. Und ich merke, dass sich das regelmässige Fahren bzw. Trainieren langsam bemerkbar macht. Den «Berg» hoch nach Weisslingen fliege ich beinahe hinauf, habe da endlich den richtigen Rhythmus und Tritt gefunden, dass ich ohne roten Kopf und mit genug Puste in den Lungen ankomme. Die Tour am Samstag führte mich weiter mit Umweg nach Winterthur. Durch die Stadt war es wegen der viele roten Ampeln weniger optimal. Aber immerhin dachte ich an’s rechtzeitige Ausklicken aus den Pedalen. Bisher nicht einmal umgefallen – Holzanlang! Via St.Gallerstrasse ging’s raus aus Winti bis nach Räterschen. Eigentlich wollte ich noch weiter bis Elgg und da ein Stück den Schauenberg hoch. Aber ich nahm dann doch den steilen aber kürzeren Anstieg nach Dickbuch. Die ersten Meter waren eine Qual, nachher mit Musik im Ohr (siehe meine Rennrad-Playlist auf Spotify) und taktvollem Treten war der Berg schnell bezwungen. Auf der Abfahrt durchs Heitertal gab ich Gummi, leider langte es nicht ganz den Rekord von 50km/h zu knacken. Blöder Wind!
  • Für die Jungs ist am Montag die Schule wieder gestartet. Der Grosse ist nun in der vierten, der Mittlere in der dritten Klasse angekommen. Für die Jüngste steht nun immer Mittwoch vormittags Waldspielgruppe an. Das findet sie mega lässig, wenn nur der Abschied von Mama nicht wäre.
  • Am Sonntag nochmals Gelegenheit für eine Radtour gehabt. Eigentlich wollte ich zum und um den Flughafen Züri, aber im Hinterkopf schwirrte noch die Idee die Hulftegg hochzufahren. 300 Höhenmeter auf 5km Strecke waren zu absolvieren. Ich musste 3x stoppen, durchatmen, mich motivieren. Umkehren war keine Option, also Arsch zusammengekniffen und den Pass schliesslich geschafft. Chakka! Mein erster Pass. Yeah! Abwärts ging’s flotter durch allerhand Kurven und schliesslich ein ruhigeres Stück durch den Wald, wo mir bis auf ein paar Motorräder niemand entgegen kam. Herrliche Strecken bei Fischenthal – dort auch sehenswert das Kloster – leider kein Veloschloss dabei ums Rad zu sichern. Kurz vor Bichelsee fand ich dann ein Handy, Sonnenbrille und Ausweise auf dem Radweg. Das hatte wohl ein anderer Gümmeler verloren. Bin dran, den Besitzer zu kontaktieren, sonst geb ich es morgen bei der Polizei ab. Die Tour bei Komoot und bei Strava.
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Dass ich viel per Rad unterwegs bin, dürfte mittlerweile bekannt sein. Wer wissen wo, wann, wie lang und überhaupt, der darf mir auf meinem Strava Profil oder auf Komoot folgen. (Nicht immer klappt allerdings der Import zu Komoot) Neu hab ich meine Strava-Aktivitäten in der Sidebar rechts eingebaut.

  • Ich fahre nun ab sofort mit Klickpedalen. Ich entschied mich für die Kombi-Pedalen von Shimano, da ich mein Rennvelo doch ab und an mit normalen Schuhen fahre. Passend dazu die Shimano SM-SH 56 in Kombination mit einem Mountainbikeschuh mit Boa-Schnürung von Scott. Warum MTB-Schuhe? Nunja, gerade für Anfänger sind die wohl eher geeignet, da man schneller ausklicken kann. Ausserdem lässt es sich in ihnen besser laufen als in Rennradschuhen. Nach einem halbstündigen Proben im Garten (und dank Hilfe durch den Mann, der mich vom Umfallen abhielt) hatte ich das System endlich begriffen und versuchte mich auf einer ersten Runde. Man merkt dann recht schnell den Vorteil von Klickpedalen, tritt man doch gleichmässiger und runder.
  • Ebenfalls neu ist mein Geschwindigkeits- und Trittfrequenzmesser für die Rolle daheim. Das Einrichten brachte mich nervlich an meine Grenzen. Schon glaubte ich, das Huawei will das Gadget nicht erkennen, bis ich sprichwörtlich am (Hinter-)rad drehte und sich eine Verbindung herstellte. Nachdem das einte Messgerät etwas mehr in Richtung Rad gesteckt war, wurde auch der Wert für die Geschwindigkeit getrackt. Plus 5 graue Haare.
  • Ich weiss ja nicht, aber wenn man ein Tier mit dem Auto erwischt, merkt man das doch oder? Jedenfalls riefen eine Kollegin und ich neulich morgens die Polizei an, um einen toten Fuchs auf der Dorfstrasse in Weisslingen zu melden. Wir legten ihn noch auf die Seite, wollten wir ihm ein weiteres Überfahren ersparen. Die Polizei bedankte sich und bot einen Wildhüter auf, der das tote Tier später abholte. RIP kleiner Reineke.
  • Am Samstag war ich beim Animal Rights March in Zürich dabei, einer Bewegung, die sich für ein Ende aller Tierausbeutung einsetzen will. 2500 Menschen nahmen daran teil, ich zusammen mit der Stiftung Tierbotschafter, die diverse Tierfreunde mit ihren Projekten unterstützt und ich nun schon seit einigen Jahren ehrenamtlich als Fotografin begleiten darf. Für solch einen Event darf man schon mal königlich geschminkt werden 😉
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Irgendwie stiess ich die Tage auf Relive. Relive visualisiert gefahrene (auch gelaufene) Touren. Heute dann mal getestet:

Relive ‘Rundfahrt’

Allerdings ist die Anzahl der Tracker, die Relive unterstützt eher klein. So musste ich dazu mein Runtastic Konto reaktivieren (Strava wird leider nicht unterstützt oder man fügt die Route manuell hinzu). Es dauerte leider einen halben Tag bis ich meinen Account bei Runtastic nutzen konnte, da ich in der Zwischenzeit mein Passwort vergessen hatte. Zur Aufzeichnung meiner Touren nutze ich nach wie vor Strava – heut gab es zwar Uploadprobleme, aber immerhin war meine Strecke komplett erfasst und ich konnte sie zu Runtastic exportieren, damit ich wiederum bei Relive die Strecke streamen lassen konnte. Relive ist wirklich ein nettes Feature, aber ich weiss noch nicht, ob mir die 64 Franken pro Jahr dafür Wert sind.

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