Schlagwort: Tösstal

Man muss das Wetter eben nutzen. Also wurden die Velos auch am Wochenende wieder ausgefahren. Am Samstag unternahm ich eine Solofahrt mit meiner Rennmaschine Willi, zunächst ein Stück das Tösstal hoch und anschliessend bei Saland den Berg hinauf nach Hittnau. Nach jedem Berg, den man sich mal mehr mal weniger hochkämpft, folgt oft eine rasante Abfahrt. Aber so bleibt es abwechslungsreich und ich merke, ich komme langsam wieder in Form. Am Ende waren es 32 Kilometer. Ausreichend genug, denn am Tag drauf stand die Umrundung des Greifensees an. Zusammen mit dem Mittleren und seinem Schulkollegen/Nachbarjunge packten wir die Räder auf den Autoanhänger und starteten die Rundfahrt in Uessikon. Zwischendurch zogen bedrohliche Wolken auf, ein paar Regentropfen folgten, zum Schluss stürmischer Wind von der Seite. Aber die Buben hielten wacker durch und so schafften wir die knapp 19 Kilometer in nicht ganz 1,5 Stunden.

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Wie üblich zur Jahreszeit sehen wir derzeit wenig vom Himmel oder gar von Frau Sonne: Hochnebel im Tösstal. Um etwas Vitamin D tanken zu können, muss man sich in die Höhe begeben. Und da bietet sich der Hausberg an. In Richtung Deutschland war alles wie unter Watte gelegt, der Säntis mit samt der Ostschweizer Berglandschaft war ebenso zu bewundern wie Rigi, Pilatus und die Spitzen vom Berner Oberland. Das späte Nachmittagslicht war dann noch das Tüpfelchen auf dem i 😉

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Gestern ergab sich nochmals die Möglichkeit, am Nachmittag eine Runde auf dem Rennrad zu drehen. Erst wollte ich bis Rapperswil an den See, aber irgendwie kam mir die Strecke zu öde vor, also bog ich in Steg kurzentschlossen und frohen Mutes wieder nach links zur Hulftegg ab. Ich nahm mir vor, langsam und gleichmässig zu fahren. Nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern die richtige Einteilung der Kräfte. Und der Kopf. Der meinte: anhalten, das packst du nicht, umkehren. Aber das sähe ja dann auf Strava bzw. Komoot doof aus, wenn ich am halben Berg wieder umdrehe. Gar keine Option. Gar keine! Ich versuchte mich auf ein gleichmässiges Kurbeln zu konzentrieren, die Gedanken schweiften dann auch irgendwann ab, ringsherum war ja tollste (Weit-)Sicht zum Bestaunen. Nur rissen mich die blöden Motorräder aus dem Tritt, weil sie so schnell von hinten anbrausten, dass ich jedesmal erschrak. Auf knapp 1.5km vor der Passhöhe musste ich dann doch pausieren, drei Minuten lang tief durchatmen. Ein anderer Gümmeler rief mir schon von weiter unten zu, ob alles ok sei. Man grüsst sich eben nicht nur gegenseitig, sondern sorgt sich auch. Ich bejahte und meinte, dass ich nur eine kurze Verschnaufpause brauchte, schwang mich aber, kaum war er vorbei, grad wieder in die Pedalen und schaffte den Rest an einem Stück.

Mitunter fragt man sich ja schon, warum tu ich mir das jetzt an und quäl mich den Berg hinauf? Weil ich es kann? Weil es Glückshormone durch den Körper schiessen lässt, wenn man die Passhöhe erreicht? Weil man nur an sich selber glauben muss und man merkt, dass man viel mehr schaffen kann, als man zu denken vermag? Weil’s einfach geil ist, oben zu stehen und sich zu sagen, hey ich bin hier aus eigener Muskelkraft hochgekommen? Und weil’s noch geiler ist, auf der anderen Seite in den Kurven hinunterzufräsen! Die Hulftegg-Runde ist schon jetzt mit einer meiner Lieblingstouren.

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Heute Qualitytime mit Hundini oder ich mit ihr? Jedenfalls waren wir knapp 2 Stunden unterwegs. Der Hulmen, mit 686 Metern über dem Meer die höchste Erhebung von Winterthur, war das Ziel. Quasi auch vor der Haustür, aber (wie so manches noch) unerforscht von meiner Seite. Erst eine kurze Velorunde am Abend machte mich auf den Hulmen aufmerksam. Er gehört by the way zum Rundweg Winterthur, den ich wohl mal per Rad abfahren werde.

Das Ründchen bei komoot bzw. Strava.

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Vor etwa vier Wochen war der Schnee gerade frisch, nun taut er bereits wieder. Doch ich hatte Glück, denn an beiden Giessen hatte es noch imposante Eiszapfengebilde. Der Weg zum oberen Giessen war etwas glitschig, Schneematsch auf aufgeweichtem Lehmboden ist keine trittsichere Kombination. Aber immerhin fiel ich weich und alles blieb heile, auch die Ausrüstung.

Bläsimühle
Bläsimühle
Bläsimühle
Bläsimühle
Bläsimühle
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Hunderunde gestern entlang der Töss, von Kyburg bis zum Reitplatz Winterthur und wieder retour. 7 Kilometer, 2 Stunden unterwegs, etliche andere Fellnasen getroffen. Da dachte man, bei dem grauen Huddelwetter ist man allein unterwegs. Aber eben, Hunde müssen bei jedem Wetter raus.

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