Besuch in Heimat#1: Junior fotografiert

Unschwer zu erkennen, wir waren u.a. in Seiffen um dort auf der Sommerrodelbahn ein paar Runden zu drehen. Während der Grosse alles auf Bild festhielt (neben seinen geliebten Windrädern), gab es für den Mittleren kein Halten. Auch die Jüngste fuhr einige Male. Beim nächsten Mal lösen wir besser das 10er Abo. Die Bahn verdiente an diesem Tag gut an uns…

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Besuch in Heimat #1

Die Herbstferien verbrachten die Kids und ich in meiner alten Heimat. Die Fahrt ist immer mühsam, drei grössere Staus, etliche Baustellen, knapp 670km Reiseweg vor uns. Nach etwa 2/3 der Strecke machten wir wie so oft Halt im fränkischen Pettstadt. Hier gibt es einen kleinen aber feinen Hofladen angeschlossen an ein Cafè, in dem es wirklich guten Kaffee und schmackhafte selbstgemachte Torten zu fairen Preisen gibt.

Der Grosse war dann unterwegs meist mit dem Bestaunen der vielen Windräder beschäftigt. Das musste er natürlich festhalten.

Im Sachsenlande gab es neben Verwöhnprogramm im Elternhaus auch wieder einige touristische und kulinarische Highlights. Für den Mittleren war sein Höhepunkt der Besuch im Freiberger Silberbergwerk Reiche Zeche. Zusammen mit dem Opa ging’s zu dritt in 150m Tiefe. Die Fahrt mit dem Förderkorb dauerte übrigens knapp 90 Sekunden, in Dunkelheit wohlgemerkt. Der Grosse hatte ja bereits bei einem ersten Versuch im Vorjahr Angst bekommen und warte zusammen mit Oma und der Jüngsten über Tage, während wir die alten Stollengänge erkunden durften. Vor lauter Faszination kam ich aber kaum zum Fotografieren…

Soviel Mut brauchte natürlich Belohnung und so steuerten wir die Freiberger Altstadt und dort das Kaffeehaus Hartmann an.

Mit dem Sightseeing ging es die folgenden Tage weiter. Mit kleineren Umwegen – Baustellen bedingt – fuhren wir das Erzgebirge hinauf nach Neudorf. Nach einem Besuch im Suppenmuseum besuchten wir die Räucherkerzenwerkstatt von Karzl. Hier ist der Besuch in der Löffelstube ein Muss! Eine durch und durch urige Gastwirtschaft mit feinster erzgebirgischer Küche. Und der Kaffee mundet auch!

Zwischendurch gönnten wir uns einen Shoppingtag in Chemnitz. Die Jungs bestaunten unter anderem den Nüschl, ich fluchte über die Parksituation (schlimmer als Zürich ohne Scheiss!)

Im Heimatstädtchen unternahmen wir auch manche Erkundungstour. Ich zeigte meinen Kids meine alte Schule, wir entdeckten einen (für uns) neuen Spielplatz, den wir gleich mehrmals aufsuchten, liessen alle Haare und betatschten eh es wieder in Heimat #2 ging beinahe die riesigen Windräder.

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Ferien in Deutschland

Ferien in Deutschland

Endlich komme ich dazu noch ein paar Zeilen zu unsren Herbstferien zu schreiben. Obwohl so viel es eigentlich gar nicht zu schreiben gibt… kurz war es wie schon erwähnt. Aber zu sechst auf wenigen Quadratmetern hocken fordert einen schon 😉 Wir waren daher viel draussen. Sehr zur Freude des Grossen, der ja so fasziniert von Windrädern ist. Neben Käsekuchen übrigens das Argument für ihn, in Deutschland zu leben…

Um die lange Fahrt etwas zu verkürzen (und wissend, dass wir viele Windräder sehen würden) zog ich schon nach dem Losfahren Block und Stift aus der Tasche. Jeder durfte schätzen, wieviel der Räder wir sehen würden. Der Zwischenbericht auf dem folgenden Bild entstand keine 30min nach der Sichtung des ersten Windrades. Da war gerade einmal 1/3 der Strecke geschafft….

Wir zählten weiter, standen im Stau und kamen zur Erkenntnis, dass das Bilden der Rettungsgasse in Baden Württemberg gar nicht klappt. In Bayern und Sachsen hingegen sehr gut. Fürs Windradzählen musste eine neue Seite angelegt werden…

Am Ende waren es weit über 200. Wegen eingesetzender Dämmerung sahen wir nicht mehr alle und waren nach zehn Stunden Fahrt auch langsam müde. Am ersten Tag ging es morgens direkt zur Livebesichtigung… mit Wind aus dem Böhmischen. Man, das fegte übers Land!

Die Jungs und ich hatten am Nachmittag einen Besuch im Schaubergwerk Freiberg auf dem Programm. Der Grosse bekam beim Anblick des alten Bergwerkfahrstuhls allerdings weiche Knie und wir beliessen es. Stattdessen unternahmen wir einen Einkaufsbummel in meiner Geburtsstadt. Inklusive Käsekuchen. Mit Sahne! Soviel Kalorieren wollten abtrainiert werden. Gut, hatte der Mann einen Drachen besorgt. So liefen wir nochmals ein Stück das Feld hinaus um die Neuanschaffung im Wind fliegen zu lassen.

Der nächste Tag führte uns nach Dresden. Vorbei an Windrädern. Grosse Freude auf der Rückbank. Selbst die Kleinste stimmte bei jeder Sichtung mit einem “Yeah” mit an. In der sächsischen Landeshauptstadt hiess es erstmal Parkplatz suchen. Konnte ja keiner wissen, dass bei herrlichstem Samstagswetter noch ein, zwei, drei andere Touris da sein würden. Wir parkten neben einem anderem Schweizer Fahrzeug. Diese Thurgauer sind auch überall… Vom Verkehrsmuseum waren wir anschliessend etwas enttäuscht. Die Ausstellung hatte ich umfangreicher in Erinnerung. Die Kids fanden es dennoch lässig. Nachdem auch die Frauenkirche auf Foto festgehalten war, stand eine kleine Stärkung an. Danach ging’s in den Zwinger, Dresdner Prominenz treffen 😉 Danach entschlossen wir uns zu einer Fahrt mit der Parkeisenbahn.

Herbst von seiner schönsten Seite…nur der Wind, nein Sturm war nervig. Gelegenheit nochmals den Drachen steigen zu lassen. Die Kleinste berichtete umgehend ihrer Urgrossmutter von den Erlebnissen und wir mussten schon bald wieder unsere Sachen für die Heimfahrt packen.

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Auszeit bei den Windrädern

Auszeit bei den Windrädern

Das Herz hängt noch in der alten Heimat, der Kopf versucht sich zu ordnen. Die gemachten Bilder müssen noch etwas warten. Die Jungs hatten Freude, endlich wieder deutschen Käsekuchen geniessen und Windräder aus nächster Nähe bestaunen zu dürfen. Die Kleinste traf zum ersten Mal auf die Uroma. Schön war es, wenn auch zu kurz. Sobald ich mich wieder in meinem Alltag eingefunden habe, gibt es hier mehr zu lesen über unsre Kurzferien im Sachsenlande.

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